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Yoga

Mit dem Begriff Yoga verbinden viele Menschen ver­schie­dene, oft schwierig aus­zu­führen­de kör­per­liche Übun­gen (Asa­nas), die im Yoga unter dem Begriff Hatha Yoga klas­si­fi­ziert werden.

Der Begriff Yoga stammt aus Indien und sein Ursprung liegt im Hin­du­ismus. Yoga heißt wört­lich über­setzt „Joch” und wird üblicher­weise als Bund oder Ver­eini­gung ver­stan­den. Gemeint ist die Ver­eini­gung der in­di­vi­du­ellen Einzel­seele mit der Welt­seele, mit Gott oder dem Ursprung des Seins.

Diese Vereinigung kann, je nach Charak­ter und Vorlieben der Person, auf vier ver­schie­denen Wegen erreicht werden:
  • Durch selbstlose Verehrung oder Liebe zu Gott (Bhakti Yoga).
  • Durch selbstloses Handeln (Karma Yoga).
  • Durch Erkenntnis oder Weisheit (Jnana Yoga).
  • Durch körperliche und geistige Kontrolle (Raja Yoga).

Das Yoga durch geistige und körper­liche Kontrolle geht in seiner heutigen Form auf Patan­jali (ca. 2. Jahrhundert v. Chr.) zurück und besteht aus acht Teilen.
  • Moral (Yama)
  • Regeln, Selbstdisziplin (Niyama)
  • Körperliches Training, körper­liche Dis­ziplin (Asana)
  • Atemkontrolle (Pranayama)
  • Kontrolle der Sinne (Pratyahara)
  • Konzentration (Dharana)
  • Meditation (Dhyana)
  • Ruhe des Geistes, All-Einheit (Samadhi)
Diese acht Glieder des Yoga reprä­sen­tie­ren einen ganz­heit­lichen Übungs­weg, der Körper, Geist und Seele in Ein­klang bringen soll.

In den west­lichen Län­dern liegt jedoch der Schwer­punkt meist auf den körper­lichen Tech­ni­ken, die unab­hän­gig von den reli­giösen Über­zeu­gungen der Prak­ti­zie­ren­den aus­geübt wer­den können.